Namibia: Rundreise Dezember 2025

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Ein Rückblick von Martin Kaule

Wenn ich an meine Reise durch Namibia zurückdenke, sehe ich zuerst diese unendliche Weite vor mir – Sand, Himmel und Licht, die miteinander zu verschmelzen scheinen. Vom ersten Tag an hatte man das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen: ein Land, das Raum lässt, durchzuatmen und die Gedanken schweifen zu lassen.

Unsere Tour begann gleich mit einem Abenteuer: Nach dem langen Nachtflug von Deutschland wurden wir mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Die Fahrt in die Kalahari war der perfekte Einstieg – die roten Dünen, die kontrastreichen Farben und die Stille schufen sofort dieses Gefühl, wirklich „angekommen“ zu sein. Schon hier war klar: Namibia würde uns nicht nur durch seine Landschaft, sondern auch durch seine Ruhe berühren.

Von dort ging es weiter zu einem der bekanntesten Orte des Landes: Sossusvlei und das Dead Vlei, wo die uralten, abgestorbenen Bäume wie Skulpturen inmitten hell leuchtender Dünen stehen. Das Klettern auf die Big Daddy Düne im Morgengrauen – barfuß durch den kühlen Sand, während die Sonne langsam aufsteigt – war für viele einer der Momente, die bleiben.

In Lüderitz und den Geistersiedlungen Kolmannskuppe und Elizabethbucht wurde die Geschichte des Diamantenfiebers greifbar. Zwischen den vom Wüstensand halb verschluckten Häusern erzähle ich gern von der Zeit, als hier deutscher Kolonialstil und afrikanischer Wind aufeinandertrafen – vergänglich und faszinierend zugleich.

Ein Highlight für alle war zweifellos die Fahrt in den Etosha-Nationalpark. Wer zum ersten Mal eine Löwengruppe beim Dösen unter einem Akazienbaum sieht oder Elefanten in der Abendsonne am Wasserloch beobachtet, spürt, warum Afrika so tief bewegt. Diese magischen Begegnungen ließen kaum jemanden unbeeindruckt.

Danach ging es weiter in Richtung Atlantikküste – nach Swakopmund und Walfischbucht, wo sich Wüste und Meer begegnen. Bei unseren Katamaranfahrten konnten wir Delfine, Seehunde und sogar Flamingos beobachten. Am Nachmittag wehte uns dann der Wind der Wüste entgegen – bei einer Tour durch die Dünenlandschaft wurde vielen bewusst, wie vielseitig Namibia wirklich ist.

Die Reise endete schließlich in Windhoek, aber die Erinnerungen bleiben lebendig: Sternenklare Nächte, das goldene Licht am Nachmittag, die Gespräche am Lagerfeuer und die kleinen Abenteuer am Wegesrand. Es war eine Reise voller Kontraste – von der Einsamkeit der Wüste bis zur Lebendigkeit der Städte, vom Staunen über uralte Felszeichnungen bis zu Begegnungen mit wunderbaren Menschen.

Namibia schenkt mehr als schöne Fotos – es lässt einen spüren, wie beeindruckend Stille, Weite und Natur sein können. Und für mich als Guide war es wieder einmal eine Freude, diese Erfahrung mit einer großartigen Gruppe zu teilen.

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