Namibia: 10T Lost Places & Landschaft
Eine Reise nach Namibia bietet faszinierende Kontraste zwischen verlassenen Geisterstädten und atemberaubenden Naturlandschaften. Zwei besonders eindrucksvolle Lost Places sind Kolmannskuppe und Elizabeth Bay, während die Regionen um Sesriem und Sossusvlei mit ihrer einzigartigen Wüstenlandschaft begeistern. Diese Orte repräsentieren die vielfältige Geschichte und Geographie Namibias auf eindrucksvolle Weise. Kolmannskuppe, einst eine florierende Diamantenstadt, liegt heute verlassen in der Namib-Wüste und erzählt von vergangenen Zeiten des Reichtums und der Hoffnung. Die Überreste der Häuser, halb vom Sand verschluckt, bieten einen gespenstischen Anblick und laden zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Elizabeth Bay, eine weitere aufgegebene Minenstadt, zeugt ebenfalls von der vergangenen Diamantenindustrie und ihrer Vergänglichkeit. Im Kontrast dazu stehen die natürlichen Wunder Namibias: Die Region um Sesriem beeindruckt mit dem Sesriem-Canyon, einer tiefen Schlucht, die von den Kräften der Erosion über Millionen von Jahren geformt wurde. Sossusvlei, bekannt für seine gigantischen roten Dünen und das surreale Deadvlei mit seinen vertrockneten Akazienbäumen, bietet eine der ikonischsten Landschaften Afrikas. Diese Kontraste zwischen menschengemachter Vergänglichkeit und zeitloser Naturgewalt machen Namibia zu einem faszinierenden Reiseziel, das Geschichte, Abenteuer und atemberaubende Naturschönheit in einzigartiger Weise vereint.
Geisterstädte in der Wüste
Kolmannskuppe – Diamanten im Sand
Die verlassene Diamantenstadt Kolmannskuppe, etwa 30 Kilometer südöstlich von Lüderitz gelegen, ist ein faszinierendes Zeugnis der deutschen Kolonialzeit. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Ort einen kurzen, aber intensiven Boom, nachdem in der Gegend Diamanten entdeckt wurden. Heute bietet die Geisterstadt eine surreale Kulisse, in der verfallende Gebäude langsam vom Wüstensand verschluckt werden.
Bei einer Führung durch Kolmannskuppe lässt sich der einstige Luxus erahnen: Ein Kasino mit Turn- und Veranstaltungshalle, eine Kegelbahn und sogar eine Eisfabrik zeugen vom Reichtum der damaligen Bewohner. Besonders beeindruckend ist das kleine Museum im ehemaligen Kasino, das Einblicke in die Geschichte des Ortes und kuriose Methoden des Diamantenschmuggels gibt.
Elizabeth Bay – Vergessene Pracht am Meer
Weiter südlich liegt Elizabeth Bay, eine weitere verlassene Diamantenstadt direkt an der Atlantikküste[1]. Obwohl weniger zugänglich als Kolmannskuppe, lohnt sich ein Besuch dieser Geisterstadt, die von der Gier nach Diamanten und der harten Realität des Bergbaus erzählt. Die verfallenden Gebäude, umgeben von der kargen Wüstenlandschaft und dem Meer, bieten eindrucksvolle Fotomotive.
Naturwunder der Namib-Wüste
Sesriem – Tor zur Wüste
Sesriem dient als Eingangstor zum Namib-Naukluft-Park und ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen der umliegenden Wüstenlandschaft. Der nahegelegene Sesriem-Canyon, eine etwa 30 Meter tiefe und 1,5 Kilometer lange Schlucht, bietet einen faszinierenden Einblick in die geologische Geschichte der Region.
Sossusvlei – Rote Dünen und weiße Pfannen
Das Highlight jeder Namibia-Reise ist zweifellos das Sossusvlei, eine von gewaltigen roten Sanddünen umgebene Salztonpfanne. Die bis zu 300 Meter hohen Dünen gehören zu den höchsten der Welt und bieten bei Sonnenauf- und -untergang ein atemberaubendes Farbspiel.
Ein besonderes Erlebnis ist die Besteigung der berühmten Düne 45, von deren Gipfel sich ein unvergesslicher Ausblick über die endlose Dünenlandschaft bietet. Unweit des Sossusvlei liegt das surreale Deadvlei, eine ausgetrocknete Lehmfläche, auf der die skelettartigen Überreste abgestorbener Akazienbäume eine einzigartige Szenerie bilden.
Die Kontraste Namibias zwischen den verlassenen Zeugnissen menschlichen Strebens in Kolmannskuppe und Elizabeth Bay und der zeitlosen Schönheit der Namib-Wüste um Sesriem und Sossusvlei machen eine Reise in dieses Land zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Kombination aus Geschichte und Natur lässt Besucher die Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften und die überwältigende Kraft der Natur hautnah erleben.





Highlights
- Kolmannskuppe mit Fotogenehmigung – die berühmteste Geisterstadt Afrikas, in deren Ballsälen und Salons der Sand meterhoch steht. Vier Stunden Zeit, im eigenen Tempo und nicht im Takt einer Führungsgruppe.
- Elizabeth Bay im Diamantensperrgebiet – eine verlassene Minenstadt direkt am Atlantik, nur mit Sondergenehmigung erreichbar und entsprechend selten besucht. Rostender Stahl, Salznebel und Schakale zwischen den Werkshallen.
- Neumond in der Reisemitte – der Termin ist bewusst gewählt: Am 09.12.2026 ist Neumond. An mehreren Abenden Astrofotografie direkt auf dem Lodgegelände, ohne jede Lichtverschmutzung.
- Dead Vlei und Sossusvlei – 900 Jahre alte abgestorbene Kameldornbäume auf weißem Lehm, umschlossen von den höchsten Dünen der Welt. Inklusive 4×4-Transfer bis zum Parkplatz.
- Fischfluss-Canyon – der zweitgrößte Canyon der Erde, 160 Kilometer lang und bis zu 550 Meter tief.
- Katamaran-Tour im Südatlantik – Brillenpinguine auf Halifax Island, Flamingos, Robbenkolonien und mit etwas Glück Delfine, die vor dem Bug herlaufen.
- Wahltag in Lüderitz – Sie entscheiden: Diaz Point, die Tagestour ins Sperrgebiet zum Bogenfels, ein zweiter Besuch in Kolmannskuppe oder ein freier Tag am Meer.
- Köcherbaumwald und Giants Playground – zwei Naturdenkmäler bei Keetmanshoop, wie von einem Bühnenbildner erfunden.
- Solitaire – eine Tankstelle, eine Bäckerei und ein Feld rostender Autowracks mitten im Nichts. Der wohl fotogenste Zwischenstopp Namibias.
- Zwei Wüsten und ein Ozean – die grasdurchzogenen Längsdünen der Kalahari, das Sandmeer der Namib und dazwischen die kühle, neblige Atlantikküste.
- Reiseleitung durch den Sachbuchautor – Martin Kaule dokumentiert seit Jahren verlassene Orte und erzählt die Geschichte hinter den Ruinen.
- Kleine Gruppe – maximal 7 Teilnehmer pro Fahrzeug, damit an jedem Motiv genug Zeit und Platz bleibt.
Reiseroute
Namibia: 10 Tage Lost Places & Landschaft
Reisetermin: 03.12. – 13.12.2026 Reiseleitung: Sachbuchautor Martin Kaule Gruppengröße: min. 5 / max. 7 Teilnehmer pro Fahrzeug
Fahrstrecke gesamt: ca. 2.480 km im Allradfahrzeug
Die Reise
Zehn Tage durch den Süden Namibias, dorthin, wo der Diamantenrausch seine Ruinen hinterlassen hat und die Wüste sie sich seither zurückholt.
Der Weg führt von der roten Kalahari über den Fischfluss-Canyon an den Südatlantik nach Lüderitz – und von dort quer durch die Namib zu den höchsten Dünen der Welt. Herzstück der Reise sind drei Nächte in Lüderitz. Von hier aus erreichen wir Kolmannskuppe, die berühmteste Geisterstadt Afrikas, und Elizabeth Bay, das im Diamantensperrgebiet liegt und nur mit Sondergenehmigung befahren werden darf. Beide Orte fotografieren wir in Ruhe und mit Zeit – nicht im Takt der Tagesbesucher.
Der Dezembertermin hat seinen eigenen Charakter. Im Landesinneren ist Hochsommer: klare, sehr warme Tage, dazu erste Gewitter, die am Nachmittag dramatische Wolkentürme über die Wüste schieben – eine Kulisse, die die Trockenmonate nicht bieten. An der Küste dagegen empfängt uns kühler Atlantikwind. Zwischen Kalahari und Lüderitz liegen an manchen Tagen zwanzig Grad Unterschied.
Und der Termin liegt genau auf Neumond: Am 09.12.2026 ist der Himmel vollkommen mondlos. In den Nächten am Fischfluss-Canyon und in der Namib steht die Milchstraße über uns, wie man sie in Europa nicht mehr zu sehen bekommt.
Geführt wird die Reise von Martin Kaule, Sachbuchautor mit langjähriger Erfahrung in der Dokumentation verlassener Orte. Gefahren wird im Allradfahrzeug, übernachtet wird in guten Mittelklasse-Lodges.
Reiseverlauf
Tag 1 – Donnerstag, 03.12.2026: Abflug aus Deutschland
Am Abend Abflug ab Frankfurt oder München nach Windhoek (Abflug in der Regel zwischen 21:30 und 22:00 Uhr, Nachtflug ohne Zeitverschiebung).
Fahrstrecke: keine
Übernachtung: im Flugzeug
Tag 2 – Freitag, 04.12.2026: Ankunft in Namibia – in die Kalahari
Ankunft am Hosea Kutako International Airport am frühen Morgen. Nach der Einreise übernehmen wir das Fahrzeug und fahren nach Süden in die Kalahari.
Die Kalahari Anib Lodge liegt inmitten roter Längsdünen, die von hohem Grasland durchzogen sind – eine völlig andere Wüste als die Namib, die uns später erwartet. Im Dezember steht das Gras nach den ersten Regenfällen grün zwischen dem roten Sand; der Kontrast ist stärker als in den Trockenmonaten.
Der Nachmittag dient dem Ankommen. Optional bietet die Lodge Naturfahrten, geführte Dünenwanderungen zum Sonnenuntergang und Nachtwanderungen an (vor Ort buchbar). Am Abend gemeinsames Essen und Reisebesprechung.
Fahrstrecke: Flughafen – Kalahari Anib Lodge, ca. 250 km · Fahrzeit 3–3,5 Std. · Asphalt (B1), letzte Kilometer Schotter
Übernachtung: Kalahari Anib Lodge (1/1)
Tag 3 – Samstag, 05.12.2026: Köcherbäume, Giants Playground und Sundowner am Canyon
Wer möchte, nimmt vor dem Frühstück noch an einer Aktivität der Lodge teil. Danach Aufbruch nach Süden.
Bei Keetmanshoop besuchen wir zwei Naturdenkmäler, die dicht beieinander liegen: den Köcherbaumwald, in dem über 250 dieser eigentümlichen Aloe-Gewächse auf einem Dolerithang stehen – die San fertigten aus ihren Ästen einst Pfeilköcher –, und das Giants Playground, ein Feld haushoher Dolomitblöcke, die aussehen, als hätte jemand sie aufeinandergestapelt und stehen gelassen.
Am frühen Nachmittag Weiterfahrt zum Fischfluss-Canyon. Wir beziehen die Zimmer im Canyon Roadhouse, einer Lodge, die aus einer alten Werkstatt entstanden ist – zwischen Oldtimerwracks, Zapfsäulen und Emailleschildern.
Am Abend: Sundowner am Fischfluss-Canyon. Wir fahren hinaus an die Kante der Schlucht, die mit 160 Kilometern Länge, bis zu 27 Kilometern Breite und 550 Metern Tiefe der zweitgrößte Canyon der Erde ist. Am späten Nachmittag steht die Sonne flach, die Felsschichten bekommen Kontur und die Schlucht füllt sich Terrasse für Terrasse mit Schatten – das ist die Stunde, für die man an diesen Ort kommt. Wir nehmen uns Zeit für die Aussichtspunkte, stoßen zum Sonnenuntergang gegen 19:35 Uhr an und bleiben, bis das letzte Licht von den Felswänden weg ist.
Anschließend, wenn es gegen 20:00 Uhr vollständig dunkel geworden ist, optional Astrofotografie auf dem Lodgegelände. Bei nur 14 Prozent beleuchtetem Mond sind die Bedingungen bereits sehr gut.
Fahrstrecke: Kalahari Anib – Keetmanshoop ca. 230 km (2,5 Std.), Keetmanshoop – Canyon Roadhouse ca. 160 km (2 Std.), abends zu den Aussichtspunkten und zurück ca. 50 km (1 Std.) · gesamt ca. 440 km · Fahrzeit 5,5–6 Std. ohne Besichtigungen · Asphalt, letzte Etappen Schotter
Übernachtung: Canyon Roadhouse (1/1)
Tag 4 – Sonntag, 06.12.2026: An den Südatlantik nach Lüderitz
Nach dem Frühstück brechen wir nach Westen an den Atlantik auf. Weil der Canyon bereits am Vorabend auf dem Programm stand, haben wir den ganzen Tag für die Strecke und können unterwegs anhalten, wo es sich lohnt.
Die Route über Seeheim, Goageb und Aus führt durch immer leerer werdendes Land. Bei Aus sind ganzjährig die berühmten Wildpferde der Namib an der Wasserstelle Garub zu beobachten – ein längerer Stopp ist an einem verlassenen Bahnhof eingeplant. Von dort führt die Straße 120 Kilometer schnurgerade durch die Wüste, oft begleitet von Flugsand, der über den Asphalt zieht. Unterwegs halten wir an einer weiteren verlassenen Bahnstation und Gebäuden der alten Diamantenroute – ein erster Vorgeschmack auf die Geisterstädte der kommenden Tage.
Am Nachmittag Ankunft in Lüderitz, der wilhelminischen Gründerstadt am Südatlantik. Der Rest des Tages steht für einen individuellen Spaziergang durch die Altstadt oder an der Hafenpromenade zur Verfügung.
Fahrstrecke: Canyon Roadhouse – Lüderitz, ca. 480 km · Fahrzeit 5–5,5 Std. · Schotter bis Seeheim, danach Asphalt
Übernachtung: The Nest Hotel (direkt am Meer) (1/3)
Tag 5 – Montag, 07.12.2026: Kolmannskuppe und Elizabeth Bay
Der Tag, für den viele diese Reise buchen. Zwei Geisterstädte, jede mit vier Stunden Fotozeit.
Vormittag: Kolmannskuppe. 1908 wurde hier der erste Diamant gefunden, wenige Jahre später stand mitten in der Wüste eine Stadt mit Kegelbahn, Ballsaal, Eisfabrik und dem ersten Röntgengerät der südlichen Halbkugel. 1956 wurde sie aufgegeben. Heute steht der Sand meterhoch in den Salons. Wir sind mit Fotogenehmigung unterwegs und haben Zeit für die Häuser, das Kasino, den Ballsaal und das Museum.
Nachmittag: Elizabeth Bay. Rund 30 Kilometer südlich von Lüderitz, mitten im Diamantensperrgebiet, liegt die zweite Geisterstadt. Sie ist nur mit Sondergenehmigung und in Begleitung erreichbar, entsprechend selten wird sie besucht. Anders als Kolmannskuppe liegt Elizabeth Bay direkt an der Küste: rostender Stahl, Salznebel, zerfallende Werkshallen vor dem Atlantik. Häufig ziehen Schakale durch die Ruinen.
Rückkehr nach Lüderitz am frühen Abend.
Fahrstrecke: kurze Transfers ab Lüderitz, ca. 80 km gesamt · Fahrzeit ca. 2 Std. verteilt über den Tag · Elizabeth Bay im geführten Konvoi über Sandpiste
Übernachtung: The Nest Hotel (2/3)
Tag 6 – Dienstag, 08.12.2026: Wunschprogramm in Lüderitz
Dieser Tag gehört Ihnen. Zur Wahl stehen:
Halbtagestour Diaz Point und Große Bucht (ca. 4 Stunden, ca. 150 € p. P.) Die Lüderitz-Halbinsel mit dem Kreuz, das Bartolomeu Diaz 1488 an der Südspitze setzen ließ, Robbenkolonien, Flamingos in den Lagunen und die schroffe Felsküste der Großen Bucht. Fahrstrecke ca. 50 km.
Tagestour Sperrgebiet: Pomona und Bogenfels (ca. 9 Stunden, ca. 300 € p. P.) Die anspruchsvollste und eindrucksvollste Option: tief hinein ins Sperrgebiet zu den Ruinen von Pomona und zum Bogenfels, einem 55 Meter hohen Felsentor, das freistehend im Atlantik steht. Fahrstrecke ca. 250 km über anspruchsvolle Sand- und Schotterpisten. Die Tour erfordert eine gesonderte Genehmigung und muss frühzeitig gebucht werden.
Zweiter Besuch Kolmannskuppe (ca. 75 € p. P.) Für alle, die die Geisterstadt in anderem Licht noch einmal fotografieren möchten. Fahrstrecke ca. 20 km.
Oder: freier Tag in Lüderitz – Spaziergang durch die Altstadt mit Felsenkirche und Goerke-Haus, Kaffee am Hafen oder Erholung im Hotel.
Fahrstrecke: je nach gewähltem Programm, 0 bis ca. 250 km
Übernachtung: The Nest Hotel (3/3)
Tag 7 – Mittwoch, 09.12.2026: Katamaran-Tour und Fahrt in die Namib
Am frühen Morgen (08:00 Uhr) laufen wir mit dem Katamaran aus dem Hafen von Lüderitz aus. Ziel ist Halifax Island mit seiner Kolonie Brillenpinguine. Unterwegs begegnen wir Kormoranen, Flamingos und Kap-Pelzrobben; häufig begleiten Delfine das Boot. Zurück im Hafen gegen 10:15 Uhr.
Anschließend brechen wir nach Norden in die Namib auf. Die Route führt über Aus und Helmeringhausen – eine Ansiedlung von wenigen Häusern mitten im Nirgendwo, wo wir eine Pause einlegen – weiter über Betta bis in die Vorwüste. Ankunft an der Lodge am späten Nachmittag.
Die Namib Desert Lodge liegt vor der Kulisse versteinerter, über 20 Millionen Jahre alter Dünen. Diese Felswände nehmen im Abendlicht ein tiefes Orangerot an.
Am Abend Astrofotografie: Der 09.12.2026 ist Neumond – der dunkelste Himmel, den diese Reise zu bieten hat.
Fahrstrecke: Lüderitz – Helmeringhausen, ca. 230km Fahrzeit 3 Std; Helmeringhausen– Namib Desert Lodge, ca. 300km Fahrzeit 3.5 Std. · Asphalt bis Aus, danach durchgehend Schotterpiste · Abfahrt direkt nach der Katamaran-Tour gegen 10:30 Uhr
Übernachtung: Namib Desert Lodge (1/2)
Tag 8 – Donnerstag, 10.12.2026: Sossusvlei, Dead Vlei und Sesriem-Canyon
An dem Tag teilen wir die Gruppe: sehr früher Start, für die die wollen, damit wir das Sesriem-Tor bei Öffnung passieren (Sonnenaufgang gegen 06:00 Uhr) und die Wanderung vor der Mittagshitze hinter uns haben. Auf der 60 Kilometer langen Panoramastraße ins Innere des Parks passieren wir die berühmten Dünen – darunter Düne 45 – bis zum Parkplatz am Sossusvlei. Die letzten fünf Kilometer über Tiefsand legen wir im Allradfahrzeug zurück (im Reisepreis enthalten). Gruppe 2 startet gegen 9Uhr.
Vom Parkplatz aus wandern wir zum Dead Vlei: einer weiß schimmernden Lehmpfanne, aus der seit rund 900 Jahren abgestorbene Kameldornbäume ragen, umschlossen von den höchsten Dünen der Welt. Für Fotografen ist das der Höhepunkt der Landschaftsetappe – wir nehmen uns hier ausgiebig Zeit.
Anschließend Besuch des Sossusvlei selbst und auf dem Rückweg des Sesriem-Canyons, einer 30 Meter tiefen und rund einen Kilometer langen Schlucht, die der Tsauchab in den Konglomeratfels geschnitten hat. Nach den ersten Sommerregen kann hier Wasser stehen.
Die heißesten Nachmittagsstunden verbringen wir an der Lodge. Am Abend erneut Gelegenheit zur Astrofotografie.
Fahrstrecke: Tagestour ab Lodge, ca. 250 km hin und zurück · Fahrzeit ca. 4 Std. verteilt über den Tag · Asphalt im Park, letzte 5 km Tiefsand
Gehzeit: insgesamt 2–3 Std., teilweise durch weichen Sand
Übernachtung: Namib Desert Lodge (2/2)
Tag 9 – Freitag, 11.12.2026: Solitaire und Rückfahrt nach Windhoek
Nach dem Frühstück Fahrt nach Norden. In Solitaire – einer Tankstelle, einer Bäckerei und einem Feld rostender Autowracks mitten im Nichts – legen wir natürlich auch einen Fotostopp ein. Die ausgeschlachteten Ford- und Chevrolet-Karosserien vor dem Wüstenhorizont sind ein Motiv, das die Reise noch einmal auf den Punkt bringt.
Weiter über den Spreetshoogte- oder Remhoogte-Pass hinauf ins Khomas-Hochland und zurück nach Windhoek.
Am späten Nachmittag Ankunft in der Okapuka Safari Lodge nördlich der Hauptstadt, die auf einem großen privaten Wildreservat liegt. Optional Teilnahme an einer geführten Wildbeobachtungsfahrt (vor Ort buchbar) – Gnus, Oryx, Giraffen und Nashörner sind hier zu Hause. Am Abend gemeinsames Abschlussessen.
Fahrstrecke: Namib Desert Lodge – Okapuka, ca. 380 km · Fahrzeit 5–6 Std. mit Pausen · Schotterpiste bis über den Pass, danach Asphalt
Übernachtung: Okapuka Safari Lodge (1/1)
Tag 10 – Samstag, 12.12.2026: Windhoek und Rückflug
Nach dem Frühstück Fahrt in die Hauptstadt. Bei einem Rundgang durch Windhoek sehen wir die Christuskirche, die Alte Feste, die Independence Memorial Hall und das Regierungsviertel – deutsche Kolonialarchitektur und namibische Gegenwart auf engstem Raum. Zeit für ein Mittagessen und für letzte Einkäufe.
Am Nachmittag Transfer zum Hosea Kutako International Airport, am Abend Rückflug nach Deutschland.
Fahrstrecke: Okapuka – Windhoek – Flughafen, ca. 100 km · Fahrzeit ca. 1,5 Std. · Asphalt
Übernachtung: im Flugzeug
Tag 11 – Sonntag, 13.12.2026: Ankunft in Deutschland
Ankunft am Vormittag in Frankfurt bzw. München.
Fahrstrecke: keine
Fahrstrecken im Überblick
| Tag | Etappe | Strecke | Fahrzeit | Belag |
|---|---|---|---|---|
| 2 | Flughafen – Kalahari Anib Lodge | ca. 250 km | 3–3,5 Std. | Asphalt |
| 3 | Kalahari – Keetmanshoop – Canyon, abends Sundowner | ca. 440 km | 5,5–6 Std. | Asphalt / Schotter |
| 4 | Canyon Roadhouse – Lüderitz | ca. 480 km | 5–5,5 Std. | Schotter / Asphalt |
| 5 | Kolmannskuppe & Elizabeth Bay | ca. 80 km | ca. 2 Std. | Asphalt / Sandpiste |
| 6 | Wahlprogramm Lüderitz | 0–250 km | nach Wahl | Asphalt / Sandpiste |
| 7 | Lüderitz – Namib Desert Lodge | ca. 490 km | 6 Std. | Asphalt / Schotter |
| 8 | Tagestour Sossusvlei | ca. 250 km | 4 Std. | Asphalt / Tiefsand |
| 9 | Namib Desert Lodge – Okapuka | ca. 380 km | 5–6 Std. | Schotter / Asphalt |
| 10 | Okapuka – Windhoek – Flughafen | ca. 100 km | ca. 1,5 Std. | Asphalt |
| Gesamt | ca. 2.480 km |
Alle Angaben sind Richtwerte ohne Besichtigungs- und Fotostopps. Auf Schotterpisten liegt die realistische Reisegeschwindigkeit bei 60 bis 80 km/h.
Leistungen
Im Reisepreis enthalten
- deutschsprachige Reiseleitung durch den Sachbuchautor Martin Kaule
- Allradfahrzeug für die gesamte Rundreise inklusive Kraftstoff
- 8 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels und Lodges inklusive Frühstück & Abendessen
- alle Transfers gemäß Programm
- 4×4-Transfer im Sossusvlei (letzten 5 km)
- Eintritte und Fotogenehmigung Kolmannskuppe
- Sperrgebietsgenehmigung und geführte Tour Elizabeth Bay
- Katamaran-Tour ab Lüderitz
- Parkgebühren Namib-Naukluft-Park und Fischfluss-Canyon
- Programm wie beschrieben
- Sicherungsschein
Nicht enthalten
- Internationale Flüge (auf Wunsch vermitteln wir diese)
- Nicht aufgeführte Mahlzeiten und sämtliche Getränke
- Trinkgelder
- optionale Zusatzleistungen und Aktivitäten der Lodges
- zusätzliche Foto- und Videogenehmigungen, Audioguides
- Reiseversicherungen
- Persönliche Ausgaben
Optionale Zusatzleistungen (Richtpreise)
| Leistung | Dauer | Richtpreis p. P. |
|---|---|---|
| Halbtagestour Diaz Point / Große Bucht (Tag 6) | ca. 4 Std. | ca. 150 € |
| Tagestour Sperrgebiet Pomona / Bogenfels (Tag 6) | ca. 9 Std. | ca. 300 € |
| Zweiter Besuch Kolmannskuppe (Tag 6) | ca. 4 Std. | ca. 75 € |
| Naturfahrt, Dünen- oder Nachtwanderung Kalahari Anib (Tag 2 / 3) | ca. 2 Std. | vor Ort buchbar |
| Game Drive Okapuka Safari Lodge (Tag 9) | ca. 2–3 Std. | vor Ort buchbar |
Die Zusatzleistungen werden erst vor Ort abgerechnet und sind nicht Bestandteil des Reisevertrages. Die Tour ins Sperrgebiet (Pomona/Bogenfels) muss aufgrund des Genehmigungsverfahrens spätestens vier Wochen vor Reisebeginn verbindlich gebucht werden.
Preis und Konditionen
Reisepreis: ab 3.499 € pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmerzuschlag: 250 €
Teilnehmerzahl: mindestens 5, maximal 7 Personen pro Fahrzeug
Zahlungsbedingungen
- Anzahlung 20 % des Reisepreises, fällig innerhalb von 14 Tagen nach Buchung
- Einzelne Leistungen – insbesondere Flüge und genehmigungspflichtige Touren – sind sofort in voller Höhe zu zahlen, da hier in Vorleistung getreten wird
- Restzahlung 28 Tage vor Reisebeginn
Wichtige Hinweise
Reisezeit. Anfang Dezember ist in Namibia Hochsommer. Im Landesinneren – Kalahari, Fischfluss-Canyon, Namib – sind Tagestemperaturen von 35 bis über 40 °C normal. Wir legen die Aktivitäten deshalb konsequent in die Morgen- und Abendstunden und halten über Mittag Pause. An der Küste in Lüderitz ist es dagegen kühl und windig, oft unter 20 °C – bitte für beides packen: leichte, luftige Kleidung mit Sonnenschutz und Kopfbedeckung, dazu eine Windjacke und einen Pullover für die Küstentage.
Trinkmenge. Bei diesen Temperaturen sind drei bis vier Liter Wasser pro Tag keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Wasser führen wir im Fahrzeug mit.
Sonnenzeiten. Die Tage sind lang: Sonnenaufgang gegen 06:00 Uhr, Sonnenuntergang gegen 19:35 Uhr, vollständig dunkel ab etwa 20:05 Uhr.
Fahrtage. Namibia ist groß und dünn besiedelt – lange Etappen gehören zu dieser Reise dazu. Tag 7 (Lüderitz – Namib) ist der längste Fahrtag, gefolgt von Tag 4 (Canyon – Lüderitz). Nach Einbruch der Dunkelheit wird wegen des Wildwechsels grundsätzlich nicht mehr gefahren; einzige Ausnahme ist die kurze Rückfahrt vom Sundowner am Canyon zur Lodge. Die langen Sommertage geben uns dafür ausreichend Spielraum.
Astrofotografie. Der Termin ist bewusst gewählt: Neumond ist am 09.12.2026 – genau in der Reisemitte. Die Nächte in der Namib und am Canyon sind praktisch mondlos.
Regenzeit. Der Dezember markiert den Beginn der Regenzeit im Landesinneren. Niederschlag fällt meist als kurzes, heftiges Nachmittagsgewitter – fotografisch ein Gewinn, gelegentlich aber auch ein Grund, eine Schotterpiste kurzzeitig zu meiden. Programmanpassungen können sich daraus ergeben. Die Küstenregion um Lüderitz und die zentrale Namib bleiben in aller Regel trocken.
Canyon. Der mehrtägige Fish River Hiking Trail unten in der Schlucht ist im Sommerhalbjahr behördlich gesperrt. Unser Programm bewegt sich auf den Aussichtspunkten der Canyonkante – landschaftlich der eindrucksvollere Blick, und im Abendlicht der lohnendere Zeitpunkt.
Genehmigungen Sperrgebiet. Für Elizabeth Bay sowie für die optionale Bogenfels-Tour werden Passkopien aller Teilnehmer spätestens 10 Tage vor der jeweiligen Tour benötigt. Wir bitten um rechtzeitige Übersendung nach der Buchung.
Kondition. Die Reise erfordert keine besondere Fitness, aber Bereitschaft zu langen Fahrten auf Schotterpisten und zu Fußwegen von 2 bis 4 Stunden täglich, teilweise durch Sand und bei Hitze. Feste Schuhe sind erforderlich.
Programmänderungen. Änderungen im Ablauf bleiben vorbehalten, etwa aufgrund von Wetter, Straßenzustand oder behördlichen Auflagen im Sperrgebiet. Fällt eine Leistung aus, wird ein gleichwertiges Ersatzprogramm angeboten.
Highlights
- Kolmannskuppe mit Fotogenehmigung – die berühmteste Geisterstadt Afrikas, in deren Ballsälen und Salons der Sand meterhoch steht. Wir fotografieren dort in eigenem Tempo, nicht im Takt einer Führungsgruppe.
- Elizabeth Bay im Diamantensperrgebiet – eine verlassene Minenstadt direkt am Atlantik, nur mit Sondergenehmigung erreichbar und entsprechend selten besucht. Rostender Stahl, Salznebel und Schakale zwischen den Werkshallen.
- Dead Vlei und Sossusvlei – 900 Jahre alte abgestorbene Kameldornbäume auf weißem Lehm, umschlossen von den höchsten Dünen der Welt. Inklusive 4×4-Transfer bis zum Parkplatz.
- Fischfluss-Canyon im Abendlicht – der zweitgrößte Canyon der Erde, 550 Meter tief, zur besten Stunde des Tages.
- Sternenhimmel kurz vor Neumond – der Termin ist bewusst gewählt: In der zweiten Reisewoche ist der Himmel nahezu mondlos. Astrofotografie an mehreren Abenden direkt auf dem Lodgegelände, ohne jede Lichtverschmutzung.
- Drei Nächte in Lüderitz – genug Zeit für beide Geisterstädte und einen Wahltag, an dem Sie zwischen Diaz Point, der Sperrgebietstour zum Bogenfels und einem freien Tag entscheiden.
- Köcherbaumwald und Giants Playground – zwei Naturdenkmäler bei Keetmanshoop, wie von einem Bühnenbildner erfunden.
- Zwei Wüsten im Vergleich – die rote Sandwüste der Namib und die grasdurchzogenen Längsdünen der Kalahari.
- Reiseleitung durch den Sachbuchautor – Martin Kaule dokumentiert seit Jahren verlassene Orte und erzählt die Geschichte hinter den Ruinen.
- Kleine Gruppe – maximal 7 Teilnehmer, damit an jedem Motiv genug Zeit und Platz bleibt.
Reiseroute
Namibia: 12 Tage Lost Places & Landschaft
Reisetermin: 23.06. – 04.07.2027 Reiseleitung: Sachbuchautor Martin Kaule Gruppengröße: min. 5 / max. 7 Teilnehmer
Die Reise
Zwölf Tage zwischen Diamantenrausch und Dünenmeer. Diese Reise führt an Orte, die Namibia so einzigartig machen: verlassene Minenstädte, deren Häuser der Sand zurückerobert, die höchsten Dünen der Welt, einen der größten Canyons der Erde und den Sternenhimmel der Südhalbkugel, wie man ihn in Europa nicht mehr zu sehen bekommt.
Herzstück der Reise sind drei Nächte in Lüderitz. Von hier aus erreichen wir Kolmannskuppe, die berühmteste Geisterstadt Afrikas, und Elizabeth Bay, das im Diamantensperrgebiet liegt und nur mit Sondergenehmigung befahren werden darf. Beide Orte fotografieren wir in Ruhe und mit Zeit – nicht im Takt der Tagesbesucher.
Dazwischen stehen die großen Landschaften: Sossusvlei und Dead Vlei mit ihren bis zu 300 Meter hohen roten Dünen, der Fischfluss-Canyon im Abendlicht, der Köcherbaumwald bei Keetmanshoop und zum Abschluss die roten Sanddünen der Kalahari.
Die Reise ist bewusst als Fotoreise angelegt: Wir sind früh unterwegs, bleiben am Abend draußen und planen die Nächte dort ein, wo der Himmel dunkel ist. Der Reisetermin liegt kurz vor Neumond (03.07.2027) – für die Astrofotografie sind das die besten Bedingungen des Jahres.
Geführt wird die Reise von Martin Kaule, Sachbuchautor mit langjähriger Erfahrung in der Dokumentation verlassener Orte. Gefahren wird im Allradfahrzeug, übernachtet wird in guten Mittelklasse-Lodges.
Reiseverlauf
Tag 1 – Mittwoch, 23.06.2027: Abflug aus Deutschland
Am Abend Abflug ab Frankfurt oder München nach Windhoek (Abflug in der Regel zwischen 21:30 und 22:00 Uhr, Nachtflug ohne Zeitverschiebung).
Tag 2 – Donnerstag, 24.06.2027: Ankunft in Namibia – Okapuka
Ankunft am Hosea Kutako International Airport am frühen Morgen. Nach der Einreise Transfer zur Okapuka Safari Lodge nördlich von Windhoek (ca. 70 km, gut 1 Stunde).
Der erste Tag dient bewusst dem Ankommen: Zeit zum Auspacken, für ein spätes Frühstück und zum Akklimatisieren. Die Lodge liegt auf einem großen privaten Wildreservat mit Blick über die Ebene – Gnus, Oryx, Giraffen und Nashörner sind hier zu Hause.
Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, an einer geführten Wildbeobachtungsfahrt der Lodge teilzunehmen (optional, vor Ort buchbar). Wer lieber ruht, hat den Nachmittag zur freien Verfügung. Am Abend gemeinsames Essen und Reisebesprechung.
Übernachtung: 1x Okapuka Safari Lodge
Tag 3 – Freitag, 25.06.2027: In die Namib
Nach dem Frühstück Aufbruch nach Süden in Richtung Namib-Naukluft. Die Fahrt führt über Rehoboth und den Gaub-Pass durch eine Landschaft, die sich mit jeder Stunde weiter öffnet – von Dornsavanne über die Weiten des Khomas-Hochlands bis in die Vorwüste (ca. 370 km, 5 bis 6 Stunden mit Pausen).
Am späten Nachmittag Ankunft in der Namib Desert Lodge, die vor der Kulisse versteinerter, über 20 Millionen Jahre alter Dünen liegt. Diese Felswände nehmen im Abendlicht ein tiefes Orangerot an – ein erstes Motiv direkt vor der Haustür.
Nach Einbruch der Dunkelheit optional Astrofotografie auf dem Lodgegelände.
Übernachtung: 1. Nacht Namib Desert Lodge
Tag 4 – Samstag, 26.06.2027: Sossusvlei, Dead Vlei und Sesriem-Canyon
Sehr früher Start, damit wir das Sesriem-Tor bei Öffnung passieren (Sonnenaufgang gegen 07:40 Uhr). Auf der 60 Kilometer langen Panoramastraße ins Innere des Parks passieren wir die berühmten Dünen – darunter Düne 45 – bis zum Parkplatz am Sossusvlei. Die letzten fünf Kilometer über Tiefsand legen wir im Allradfahrzeug zurück (im Reisepreis enthalten).
Vom Parkplatz aus wandern wir zum Dead Vlei: einer weiß schimmernden Lehmpfanne, aus der seit rund 900 Jahren abgestorbene Kameldornbäume ragen, umschlossen von den höchsten Dünen der Welt. Für Fotografen ist das der Höhepunkt der Landschaftsetappe – wir nehmen uns hier ausgiebig Zeit.
Anschließend Besuch des Sossusvlei selbst und auf dem Rückweg des Sesriem-Canyons, einer 30 Meter tiefen und rund einen Kilometer langen Schlucht, die der Tsauchab in den Konglomeratfels geschnitten hat.
Rückkehr zur Lodge am späten Nachmittag. Am Abend erneut Gelegenheit zur Astrofotografie.
Gehzeit: insgesamt 2 bis 3 Stunden, teilweise durch weichen Sand.
Übernachtung: 2. Nacht Namib Desert Lodge
Tag 5 – Sonntag, 27.06.2027: Fahrtag nach Lüderitz
Der längste Fahrtag der Reise, dafür einer der landschaftlich eindrucksvollsten. Wir starten früh und fahren über Betta und Helmeringhausen nach Süden. In Helmeringhausen – einer Ansiedlung von wenigen Häusern mitten im Nirgendwo – legen wir die Mittagspause ein.
Weiter geht es über Aus, wo im Winter regelmäßig die berühmten Wildpferde der Namib an der Wasserstelle Garub zu beobachten sind. Ein Stopp ist eingeplant. Von hier führt die Straße 120 Kilometer schnurgerade durch die Wüste bis an den Atlantik, oft begleitet von Flugsand, der über den Asphalt zieht.
Am späten Nachmittag Ankunft in Lüderitz, der wilhelminischen Gründerstadt am Südatlantik (Gesamtstrecke ca. 550 km, überwiegend Schotterpiste, 7 bis 8 Stunden inklusive Pausen).
Übernachtung: 1. Nacht Lüderitz Nest Hotel (direkt am Meer)
Tag 6 – Montag, 28.06.2027: Kolmannskuppe und Elizabeth Bay
Der Tag, für den viele diese Reise buchen.
Vormittag: Kolmannskuppe. 1908 wurde hier der erste Diamant gefunden, wenige Jahre später stand mitten in der Wüste eine Stadt mit Kegelbahn, Ballsaal, Eisfabrik und dem ersten Röntgengerät der südlichen Halbkugel. 1956 wurde sie aufgegeben. Heute steht der Sand meterhoch in den Salons. Wir sind mit Fotogenehmigung unterwegs und haben Zeit für die Häuser, das Kasino, den Ballsaal und das Museum – ohne den Druck einer Führungsgruppe.
Nachmittag: Elizabeth Bay. Rund 30 Kilometer südlich von Lüderitz, mitten im Diamantensperrgebiet, liegt die zweite Geisterstadt. Sie ist nur mit Sondergenehmigung und in Begleitung erreichbar, entsprechend selten wird sie besucht. Anders als Kolmannskuppe liegt Elizabeth Bay direkt an der Küste: rostender Stahl, Salznebel, zerfallende Werkshallen vor dem Atlantik. Häufig ziehen Schakale und Springböcke durch die Ruinen.
Rückkehr nach Lüderitz am frühen Abend.
Übernachtung: 2. Nacht Lüderitz Nest Hotel
Tag 7 – Dienstag, 29.06.2027: Wunschprogramm in Lüderitz
Dieser Tag gehört Ihnen. Zur Wahl stehen:
Halbtagestour Diaz Point und Große Bucht (ca. 4 Stunden, ca. 150 € p. P.) Die Lüderitz-Halbinsel mit dem Kreuz, das Bartolomeu Diaz 1488 an der Südspitze setzen ließ, Robbenkolonien, Flamingos in den Lagunen und die schroffe Felsküste der Großen Bucht.
Tagestour Sperrgebiet: Pomona und Bogenfels (ca. 9 Stunden, ca. 300 € p. P.) Die anspruchsvollste und eindrucksvollste Option: tief hinein ins Sperrgebiet zu den Ruinen von Pomona und zum Bogenfels, einem 55 Meter hohen Felsentor, das freistehend im Atlantik steht. Die Tour erfordert eine gesonderte Genehmigung und muss frühzeitig gebucht werden.
Zweiter Besuch Kolmannskuppe (ca. 75 € p. P.) Für alle, die die Geisterstadt in anderem Licht noch einmal fotografieren möchten.
Oder: freier Tag in Lüderitz – Spaziergang durch die Altstadt mit Felsenkirche und Goerke-Haus, Kaffee am Hafen oder Erholung im Hotel.
Übernachtung: 3. Nacht Lüderitz Nest Hotel
Tag 8 – Mittwoch, 30.06.2027: Zum Fischfluss-Canyon
Nach dem Frühstück Fahrt nach Osten, zurück durch die Wüste über Aus, Goageb und Seeheim in den äußersten Süden Namibias (ca. 480 km, 5 bis 6 Stunden).
Am Nachmittag erreichen wir das Canyon Roadhouse, eine Lodge, die aus einer alten Werkstatt entstanden ist – zwischen Oldtimerwracks, Zapfsäulen und Emailleschildern.
Am späten Nachmittag fahren wir zu den Aussichtspunkten des Fischfluss-Canyons. Mit 160 Kilometern Länge und bis zu 550 Metern Tiefe ist er der zweitgrößte Canyon der Erde. Wir erleben ihn zur besten Stunde: wenn die Sonne flach steht, die Felsschichten Kontur bekommen und die Schlucht sich mit Schatten füllt. Sonnenuntergang gegen 18:05 Uhr.
Nach Rückkehr zur Lodge Astrofotografie auf dem Lodgegelände – bei nur noch rund zwölf Prozent beleuchtetem, spät aufgehendem Mond und ohne jede Lichtverschmutzung sind das ideale Bedingungen für Milchstraßenaufnahmen.
Hinweis: Die Nächte sind zu dieser Jahreszeit hier sehr kalt, Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt sind normal. Warme Kleidung ist unbedingt erforderlich.
Übernachtung: 1x Canyon Roadhouse
Tag 9 – Donnerstag, 01.07.2027: Köcherbäume, Giants Playground und Kalahari
Am Vormittag Fahrt nach Keetmanshoop (ca. 160 km). Dort besuchen wir zwei Naturdenkmäler, die dicht beieinander liegen:
Den Köcherbaumwald, in dem über 250 dieser eigentümlichen Aloe-Gewächse auf einem Dolerithang stehen – die San fertigten aus ihren Ästen einst Pfeilköcher. Und das Giants Playground, ein Feld haushoher Dolomitblöcke, die aussehen, als hätte jemand sie aufeinandergestapelt und stehen gelassen.
Am Nachmittag Weiterfahrt nach Norden in die Kalahari (ca. 230 km). Die Kalahari Anib Lodge liegt inmitten roter Längsdünen, die von hohem Grasland durchzogen sind – eine völlig andere Wüste als die Namib. Zum Sonnenuntergang leuchtet der Sand tiefrot.
Optional bietet die Lodge Naturfahrten, geführte Dünenwanderungen und Nachtwanderungen an (vor Ort buchbar).
Übernachtung: 1x Kalahari Anib Lodge
Tag 10 – Freitag, 02.07.2027: Zurück nach Windhoek
Nach einem entspannten Morgen in der Kalahari Rückfahrt nach Norden zur Okapuka Safari Lodge (ca. 290 km, 3 bis 4 Stunden).
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung – für einen Game Drive der Lodge (optional), zum Sortieren und Sichten der Aufnahmen oder einfach am Pool mit Blick über das Reservat. Am Abend gemeinsames Abschlussessen.
Übernachtung: 1x Okapuka Safari Lodge
Tag 11 – Samstag, 03.07.2027: Windhoek und Rückflug
Nach dem Frühstück Fahrt in die Hauptstadt. Bei einem Rundgang durch Windhoek sehen wir die Christuskirche, die Alte Feste, die Independence Memorial Hall und das Regierungsviertel – deutsche Kolonialarchitektur und namibische Gegenwart auf engstem Raum. Zeit für ein Mittagessen und für letzte Einkäufe.
Am Nachmittag Transfer zum Hosea Kutako International Airport, am Abend Rückflug nach Deutschland.
Tag 12 – Sonntag, 04.07.2027: Ankunft in Deutschland
Ankunft am Vormittag in Frankfurt bzw. München.
Leistungen
Im Reisepreis enthalten
- Deutschsprachige Reiseleitung durch den Sachbuchautor Martin Kaule
- Allradfahrzeug für die gesamte Rundreise inklusive Kraftstoff
- 10 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels und Lodges inklusive Frühstück
- Alle Transfers gemäß Programm
- 4×4-Transfer im Sossusvlei (letzte 5 km)
- Eintritte und Fotogenehmigung Kolmannskuppe
- Sperrgebietsgenehmigung und geführte Tour Elizabeth Bay
- Parkgebühren Namib-Naukluft-Park und Fischfluss-Canyon
- Programm wie beschrieben
- Sicherungsschein
Nicht enthalten
- Internationale Flüge (auf Wunsch vermitteln wir diese)
- Nicht aufgeführte Mahlzeiten und sämtliche Getränke
- Trinkgelder
- Optionale Zusatzleistungen und Aktivitäten der Lodges
- Zusätzliche Foto- und Videogenehmigungen, Audioguides
- Reiseversicherungen
- Persönliche Ausgaben
Optionale Zusatzleistungen (Richtpreise)
| Leistung | Dauer | Richtpreis p. P. |
|---|---|---|
| Halbtagestour Diaz Point / Große Bucht (Tag 7) | ca. 4 Std. | ca. 150 € |
| Tagestour Sperrgebiet Pomona / Bogenfels (Tag 7) | ca. 9 Std. | ca. 300 € |
| Zweiter Besuch Kolmannskuppe (Tag 7) | ca. 4 Std. | ca. 75 € |
| Game Drive Okapuka Safari Lodge (Tag 1 / Tag 10) | ca. 2–3 Std. | vor Ort buchbar |
| Naturfahrt, Dünen- oder Nachtwanderung Kalahari Anib (Tag 9) | ca. 2 Std. | vor Ort buchbar |
Die Zusatzleistungen werden erst vor Ort abgerechnet und sind nicht Bestandteil des Reisevertrages. Die Tour ins Sperrgebiet (Pomona/Bogenfels) muss aufgrund des Genehmigungsverfahrens spätestens vier Wochen vor Reisebeginn verbindlich gebucht werden.
Preis und Konditionen
Reisepreis 2027: ab 3.699 € pro Person im Doppelzimmer Einzelzimmerzuschlag: 300 €
Teilnehmerzahl: mindestens 5, maximal 7 Personen
Wichtige Hinweise
Reisezeit. Ende Juni und Anfang Juli ist in Namibia Hochwinter. Tagsüber ist es angenehm warm und trocken (20–25 °C), nachts und in den frühen Morgenstunden kann es im Süden und in der Wüste bis unter den Gefrierpunkt abkühlen. Der Zwiebel-Look ist Pflicht, ebenso Mütze, Handschuhe und eine warme Jacke für die Nachtfotografie.
Sonnenzeiten. Der Tag ist zu dieser Jahreszeit kurz: Sonnenaufgang gegen 07:40 Uhr, Sonnenuntergang gegen 18:15 Uhr. Wir starten deshalb an den Fahrtagen früh.
Astrofotografie. Der Reisetermin ist bewusst gewählt: Neumond ist am 03.07.2027. In der zweiten Reisewoche ist der Himmel nahezu mondlos – beste Bedingungen für Milchstraßen- und Deep-Sky-Aufnahmen.
Genehmigungen Sperrgebiet. Für Elizabeth Bay sowie für die optionale Bogenfels-Tour werden Passkopien aller Teilnehmer spätestens 14 Tage vor der jeweiligen Tour benötigt. Wir bitten um rechtzeitige Übersendung nach der Buchung.
Kondition. Die Reise erfordert keine besondere Fitness, aber Bereitschaft zu langen Fahrten auf Schotterpisten und zu Fußwegen von 2 bis 4 Stunden täglich, teilweise durch Sand. Feste Schuhe sind erforderlich.
Programmänderungen. Änderungen im Ablauf bleiben vorbehalten, etwa aufgrund von Wetter, Straßenzustand oder behördlichen Auflagen im Sperrgebiet. Fällt eine Leistung aus, wird ein gleichwertiges Ersatzprogramm angeboten.
- dt. sprachige Reiseleitung durch den Sachbuchautor Martin Kaule
- Rundreise mit einem 4×4 Fahrzeug
- Übernachtungen in Mittelklassehotels bzw. Lodges inkl. Frühstück wie ausgeschrieben
- Programm wie beschrieben
- Sicherungsschein
Reisepreis:
2026 = 9T Lostplaces: ab 3.499 € pro Person im Zweibettzimmer (EZ-Zuschlag = 250 EUR)
Im Preis sind nicht enthalten:
Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder, Foto- bzw. Videogenehmigungen, Ausleih eines Audioguides, etwaige zusätzliche Besichtigungen / Eintritte, Flüge aus und nach Deutschland.
Allgemein:
Die Mindestteilnehmerzahl der Reise beträgt 5 Personen. Als maximale Personenzahl werden höchstens 7 Personen zugelassen. Programmänderung möglich. Sofern einzelne Besichtigungspunkte ausfallen sollten, wird ein Ersatzprogramm angeboten. Je nach Tagesprogramm ist mit Gehzeiten von bis zu 2-4 Stunden zu rechnen.
Im Preis sind nicht enthalten:
Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder, Foto- bzw. Videogenehmigungen, Ausleih eines Audioguides, etwaige zusätzliche Besichtigungen / Eintritte, Flüge aus und nach Deutschland.
Zahlungsbedingungen:
Bei Vertragsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 25% des Reisepreises sofort fällig. Die Restzahlung ist 4 Wochen vor Antritt der Reise zu leisten. Stornierungsgebühren: bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 25%, vom 29.-15. Tag vor Reiseantritt 40%, vom 14.-7. Tag vor Reiseantritt 60%, vom 6.-1. Tag vor Reiseantritt 85%, bei Nichtantritt der Reise 95%.























